10.03.2025: Nach Kaikoura

Heute ging es zu unserer letzten Unterkunft in Neuseeland, nach Kaikoura. Doch bevor wir Picton verließen, haben wir erst mal ausgeschlafen und dann in Ruhe mit Blick auf den Marlborough Sound gefrühstückt.

Während wir frühstückten und den Blick genossen, zirpten die Zirkaden wie verrückt. Aber irgendwann mussten wir dann doch auschecken und luden die Koffer ins Auto, verabschiedeten uns von unserer sehr aufmerksamen Gastmutter und fuhren dann runter zum Hafen, wo wir uns noch eine weitere Stunde auf eine Bank setzten und einfach die Seele baumeln ließen und die Sonne genossen. Es war absolut ruhig und wir schienen die einzigen Menschen im Umkreis mehrerer Kilometer zu sein. 

Dann mussten wir aber leider aufbrechen und sind langsam in Richtung Kaikoura gefahren. Die Landschaft veränderte sich abrupt. Es wurde hügeliger und trockener. Zwischen den braunen Hügeln wirkten die grünen Weinfelder richtig skurril. Und es gab hier sehr viele Weinfelder. Die Reben gingen bis kurz vor die Straße, so dass wir sehr gut sahen, wie ausgetrocknet einige dieser Reben aussahen. Aber wir wussten, dass einige besonders gute Weine aus der Marlborough Region kommen. 

Wir kamen durch Blendheim durch und wollten hier noch eine kleine Wanderung unternehmen, doch das Gebiet, in dem wir wandern wollten, war wegen Feuergefahr gesperrt.

Also fuhren wir direkt weiter nach Kaikoura. Die Strecke verlief immer direkt an der Küste und wir hielten immer wieder an, um die beeindruckende Szenerie zu genießen. Die schroffe Landschaft war schon etwas ganz besonderes.

An einem Aussichtspunkt hielten wir an und spazierten zwischen großen Felsen zum Strand hin.

Zu beobachten, wie das Wasser immer näher kam oder sich an den Felsen brach, war sehr faszinierend. Wir hätten stundenlang hier sitzen können. Dann hielten wir als nächstes an einem weiteren Aussichtspunkt, der sich als Blick auf eine Robbenkolonie entpuppte.

Unzählige kleine und größere Robben lagen auf den Felsen oder sprangen in den kleinen Wasserpools zwischen den Steinen herum und tollten miteinander. Man erkannte sehr genau, welches die erfahrenen alten Robben und welches die jungen, verspielten waren. Das Spiel der Robben schien zu heißen: Wie viele Robben passen auf einen Quadratmeter?

Nach etwa einer halben Stunde brachen wir dann auf und fuhren die letzten Kilometer nach Kaikoura, zu unserer Bed & Breakfast Unterkunft. Die Unterkunft ist sehr schön auf einer Halbinsel gelegen und beherbergt neben 2 B&B Zimmern auch einen Camping- und Stellplatz für Wohnmobile. Unser Gastvater war sehr hilfsbereit und nett und zeigte uns gleich unser Zimmer. Sehr ungewöhnlich war für uns, dass hier wieder mal die Türen nicht abgeschlossen wurden, auch zu unserer Zimmertür gab es keinen Schlüssel. Das hatten wir auf der Nordinsel ja auch sie erlebt.

Nachdem wir unsere Sachen aufs Zimmer gebracht haben, sind wir zur Robbenkolonie um die Ecke gegangen und haben wir noch einige Zeit verbracht.

Danach fuhren wir dann in den Ort zum Abendessen.

Morgen früh geht es auf Walbeobachtungstour.

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