12.03.2025: Kaikoura

Heute waren zwei Aktivitäten geplant, darum klingelte unser Wecker um 5 Uhr. Wir machten uns fertig und fuhren dann sehr rechtzeitig in den Ort Kaikoura, um uns für die Aktivitäten anzumelden. Geplant war um 7 Uhr eine nahe Begegnung mit Albatrossen auf dem offenen Ozean. Doch das Wetter sah nicht sehr gut aus. Als wir aus der Unterkunft losfuhren, hatte es zwar nicht geregnet, aber der Himmel war bewölkt gewesen und als wir dann beim Veranstalter ankamen, sagte man uns, dass aktuell noch nicht entschieden war, ob die Tour stattfindet oder nicht. Wir mussten also noch etwas warten.

Schließlich wurde das Go gegeben und zu dritt lernten wir dann Kevin kennen, einen älteren und erfahren wirkenden Kapitän. Er fuhr uns mit einem Kleinbus auf die Südseite der Halbinsel und brachte uns zu dem Boot. Ungewöhnlich, dass wir ins Boot einsteigen sollten, solange es noch auf dem Trockenen lag. Aber das Boot lag auf einem Trailer und wir wurden dann mithilfe eines kleinen Traktors ins Wasser gelassen. Inzwischen hatte sich das Wetter aber verschlechtert. Es regnete ein wenig und auch der Wind war auf dieser Seite der Bucht stärker. Es war ordentlich Wellengang. Kevin sagte uns, dass wir erstmal losfahren und schauen, wie es so ist.

Doch bereits nach wenigen Metern wurden die Wellen größer und das kleine Boot schwappte auf und ab und brach sich hart an den Wellen. Kevin entschied auf Abbruch und drehte das Boot. Auf dem offenen Meer sei das Wetter noch schlimmer und die Wellen höher, so dass wir kein Vergnügen an der Tour hätten.

Es ging also zurück in den Hafen und wieder in den Kleinbus. Etwas enttäuscht bestellten wir uns erstmal einen Cappuccino und sondierten die Lage, denn um 13 Uhr wollten wir eigentlich am Delphin Schwimmen teilnehmen. Inzwischen war aber das Wellenbarometer von Leicht bis Mittel auf die höchste Kategorie „Schwer“ geklettert und es wurde eine starke Warnung von Seekrankheit ausgesprochen. Spontan kam dann eine Angestellte auf uns zu und fragte, ob wir nicht sicherheitshalber auf die 9 Uhr Delphin Tour wechseln wollten. Wir überlegten kurz, sagten zu und fuhren schnell zu unserer Unterkunft, um unsere Badesachen zu holen. Doch als wir dann wieder im Office waren, war das Wetter noch schlechter geworden und auch die 9 Uhr Tour wurde abgesagt. Wir bekamen zwar das Geld erstattet, hätten uns aber mehr über beide Aktivitäten gefreut.

Zurück in der Unterkunft lernten wir dann einen neuen Gast aus Österreich kennen, die seit gestern Abend da ist. Wir frühstückten gemeinsam und unterhielten uns ein wenig. Draußen wurde der Regen immer stärker und die Berge waren komplett hinter den Regenwolken verschwunden.

Wir verbrachten den Tag damit, den Blog zu aktualisieren und unsere Koffer schon mal zu packen. Am frühen Nachmittag nahmen wir dann noch an einer Schaf-Scher Vorführung Teil, direkt im Schuppen hinter unserem Häuschen. Unser Gastvater Peter ist auch Schafzüchter und seiner Frau und ihrer Familie gehörte einst das Weideland auf der ganzen Halbinsel, sie hatten 30.000 Schafe. Inzwischen ist seine Frau verstorben und er hat nur noch ein paar Schafe für die Show.

Er zeigt uns, wie Schafe geschoren werden und erklärt uns auch die Unterschiede der verschiedenen Schafarten auf Neuseeland. Einige werden nur gezüchtet, um Wolle zu produzieren, andere dienen nur der Fleischproduktion und dabei handelt es sich dann um andere Rassen. Aus dem Abfallprodukt der Wolle wird noch Öl gewonnen, dass man hier lokal für die Produktion von Handcreme und Seife verwendet.

Nach der Show kam kurz die Sonne ein wenig heraus und wir sind noch mal zu einem kleinen Spaziergang aufgebrochen, doch oben auf der Küste wehte es dann sehr stark und es begann wieder zu regnen, so dass wir wieder umgekehrt sind. 

Zum Abend hin wurde der Regen dann wieder weniger und wir gingen zu Fuß zum Fisch-Restaurant, welches Peter uns empfohlen hatte. Dort gab es sehr leckere Fischgerichte und dazu ein schönes Glas Weißwein.

Danach ging es dann zurück in Richtung unserer Unterkunft. Doch bevor wir dort einkehrten, schauten wir nochmal bei der Robbenkolonie vorbei. Dort spritzten die Wellen meterhoch gegen die Steine und es schien sogar noch höher zu sein als am Morgen. Robben sahen wir keine, aber die sind ja bekanntermaßen gegen Abend und in der Nacht auf der Jagd nach Beute im Meer.

Wir machten uns dann nach einigen Minuten auf den Weg in die Unterkunft.

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