Heute war es soweit. Wir mussten den Heimweg nach Deutschland antreten. Und wenn ich sage „wir mussten“, dann ist das genauso zu verstehen. Neuseeland ist schon ein Land, in dem sich sehr gut leben lässt. Da wir die Koffer gestern schon gepackt hatten, konnten wir ausschlafen und sind dann wirklich erst um 8 Uhr aufgestanden. In Ruhe haben wir dann gefrühstückt und dabei den Blick auf die über Nacht schneebedeckten Berge genossen. Während wir dort saßen, kam noch die Tochter unseres Vermieters Peter mit ihrer Tochter vorbei und wir haben uns von ihr und unserer Mitbewohnerin verabschiedet.

Dann packten wir die Koffer ins Auto und machten uns bei schönem Wetter auf den Weg nach Christchurch. Wir kamen sehr gut durch und waren um 13 Uhr am Flughafen. Die Abgabe des Autos dauerte keine 5 Minuten und dann hatten wir noch knapp 2 Stunden Zeit, bis wir die Koffer aufgeben konnten. Die Zeit überbrückten wir mit Umhergehen im Terminal des recht kleinen Flughafens und dem Essen unserer letzten Vorräte. Wir versuchten, soviel Bewegung wie möglich zu haben, bevor wir dann die nächsten Stunden fast nur noch sitzen würden.



Wir gaben die Koffer auf und machten uns dann auf den Weg zur Security, die auch sehr schnell erledigt war. Anschließend setzten wir uns ans Gate und gingen abwechselnd spazieren, um weiterhin viel Bewegung „anzusammeln“ :-). Das Boarding war recht pünktlich und wir konnten an Bord des Fliegers nach Sydney gehen.
An Bord stellten wir dann fest, dass Sibylle ihre Flugstrümpfe am Gate hatte liegen lassen. Das war passiert, weil wir ein Paar aus England getroffen hatten, mit denen wir am Fox Gletscher schon ins Gespräch gekommen waren. Wir unterhielten uns und dann kam der Aufruf zum Boarding und dann war es passiert und die Strümpfe blieben liegen. An Bord bemerkten wir das Fehlen und wollten kurz zurück, um die Strümpfe noch zu holen. Doch das durften wir nicht. Aber eine nette Stewardess rief das Bodenpersonal an, um nach den Strümpfe zu schauen. Und tatsächlich kam wenige Minuten später ein Steward an und übergab Sibylle die Strümpfe! Damit hatten wir nicht gerechnet. So konnten wir dann starten.

Der Flug nach Sydney dauerte knapp 3 1/2 Stunden und verging buchstäblich wie im Flug. Wir hatten wieder die Plätze am Notausgang, so dass wir sehr viel Beinfreiheit hatten. Im Vergleich zum Hinflug war dieses Mal aber die 3er Reihe komplett besetzt. Neben uns saß ein 2 Meter Mann, der mit seiner Freundin, die hinter ihm saß, auch aus Hamburg kam. Wir verstanden uns ganz gut und haben immer mal wieder miteinander geklönt.

In Sydney mussten wir leider den Flieger verlassen und noch einmal durch die Security, damit sichergestellt war, dass wirklich nichts eingeführt wurde. Gerade bei Lebensmitteln ist Australien sehr streng. Auch diese Security war wieder sehr schnell und dann mussten wir wieder etwas warten, bis der nächste Flieger einsteigebereit war. Effektiv mussten wir aber nur eine Dreiviertelstunde warten, bis es wieder ans Boarden ging.
Wir stiegen in den gleichen Flieger ein, mit dem wir aus Christchurch gekommen waren. Woher wir das wissen? Unser deutscher Sitznachbar kam auf die Idee, dass wir einen der Sitze ja markieren könnten und er versteckte seinen Menüzettel in der Armlehne. Als wir dann wieder an Bord kamen, steckte der Zettel immer noch an dem Platz, auch wenn der Rest der Maschine saubergemacht worden war.
Wir machten es uns bequem und dann starteten wir auch sehr pünktlich auf den 14 h 30 Minuten langen Flug nach Dubai. Auch dieser Flug war sehr ruhig und entspannt. Es war auch nicht so kalt, wie sonst im Flieger. Und auch die Ausgabe des Essens klappte recht gut.

In Dubai angekommen, mussten wir ein weiteres Mal durch die Security. Doch auch das ging wieder sehr schnell und wir kamen nach kurzer Zeit am Gate an. Auch hier vertrieben wir uns die Zeit, in dem wir abwechselnd den Flughafen von Dubai entlang gingen. Es ist schon erstaunlich, wie viele Menschen sind um 6 Uhr Morgens hier schon tummeln. Die Sitzplätze an den Gates waren voll besetzt und viele mussten auf dem Boden sitzen. Auch die Gänge waren voll und in den Geschäften waren die Duty Free Schnäppchenjäger unterwegs.
Auch dieser Flug war pünktlich. Leider war die Maschine eher eines der älteren Modelle. Die Sitze behielten kaum ihre Neigeposition bei, die Lüftung war sehr laut und es blies kalt aus der Decke auf uns herab, der Abstand zur Vorderreihe war sehr kurz und das Entertainmentsystem war sehr veraltet. Wir vermissten den A380m, noch bevor wir gestartet waren.


Pünktlich hoben wir ab und machten uns auf den Weg nach Hamburg. Es war bestes Flugwetter und wir hatten klare Sicht auf die Landschaft unter uns. Auf der Hälfte der Strecke kam unter uns eine langgezogene Gebirgslandschaft ins Sicht und wir fragten uns, was das für ein Gebirge ist. Dank Google haben wir dann herausgefunden, dass es sich um das Taurusgebirge handelt und der große Berg in der Ferne der Ararat war, der größte Berg der Türkei. Kleiner Funfact: Auf dem Ararat soll nach der Sintflut die Arche Noah gestrandet sein.



Wir wollten eigentlich andere Dinge tun, aber unsere Blicke wurden immer wieder nach draußen gelenkt und wir bewunderten die Landschaft. Aber dann zogen Wolken auf und verhinderten den Blick auf das Gelände unter uns. Dieser Flug war allerdings doch ab und zu von Turbulenzen begleitet.

Die Landung in Hamburg war pünktlich und wir standen um kurz nach 13 Uhr am Kofferband. Um 13 Uhr 10 hatten wir die Koffer in der Hand und konnten uns bereits ins Taxi setzen. Es regnete leicht und war grau und um einiges kälter als in Neuseeland.
Auch wenn wir uns sehr wohl gefühlt haben in Neuseeland, ist es natürlich schön, wieder nach Hause zu kommen. Und der nächste Urlaub ist auch schon in Planung. Vielen Dank an alle, die unsere Reise verfolgt haben.
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